Sardinien die 6te

So, heuer war es wieder so weit, vom 29.04. bis 08.05.2016 ging es wieder auf die Lieblingsinsel Sardinien. Mit im Gepäck, 8 super Typen und viel Ausdauer, um auf den Straßen im Gennargentu bestehen zu können.

Die Anreise

Wir, das waren Martin, Edi, Christian, Marcell, Marko, Thomas und ich reisten mit 2 Autos mit 7 Motorräder im Schlepptau an.

PS: Fotos zum vergrößern anklicken!

Carl unser deutscher Freund und SeniorIMG_0156
lies sich den Spaß nicht nehmen und fuhr von Vogt (Rabensburg, Bodensee) via Schweiz nach Livorno an.

Unsere Fähren

gingen ja erst um 20:30, somit war kein Stress angesagt. Fast Zeitgleich trafen wir alle im Hafen ein und machten uns auf, um etwas Essbares aufzutreiben. Der Fastfood auf den Autobahnresti’s hilft um zu überleben, stillt jedoch nicht den Hunger. Zudem war auch der Durst nicht gerade ohne. 😉 Beides fanden wir dann in den Gebäuden am Hafen. War genießbar, aber kein Highlight.

Da die drei Mannen, 20160429_203727Thomas, Marcell und Marko eine andere Fähre gebucht hatten, trennten sich vorerst unsere Wege. Auch ihre Unterkunft war nicht am gleichen Ort, sondern ca. 20 km von unserem Hotel entfernt.
In Arbatax hatten sie ein Haus gemietet, das uns auch einmal als Grillstation gedient hat.

Die Unterkunft – Hotel Cardedu

Nach doch etwas abenteuerlicher Anfahrt nach Cardedu, vor allem durch Lanusei, standen wir am Ortsanfang und wussten nicht wohin! Ok, eine Pause tut auch nicht schlecht, also raus aus dem Auto und durchatmen. Nur dazu kam es kaum, denn ausgestiegen wurden wir schon gefragt wohin wir wollen. Auf unsere Antwort hin, hatte uns der gute Mann aufgefordert ihm zu folgen, er bringt uns hin! Welch Glück, denn dieses Versteck hätten wir so schnell nicht gefunden! 🙂

Unser Hotel

Tag 1 – Sa, 30.04.16

Kaum entladen fing das Warten an. Warten auf unseren Oldie Carl. Waren wir schon durch das Gespann nicht die Schnellsten, so lehrte er uns Geduld. War das Wetter Vormittags noch recht schön, so trübte es sich ein wenig ein und wir machten uns schon etwas Sorge um ihn.

Wir warten auf den Carl, aber er kummt nit!

Losfahren und ihn suchen? Nee, das kann es auch nicht sein. So verstrich die Zeit und ob wir noch die Motoren anwerfen können, das war nicht mehr so sicher. Dann endlich, die Uhr zeigte 13:20 hörten wir das typisches BMW gebrummt seiner R1200R. Carl kam mit einem Grinsen untern Helm an und sein erster Satz war, ich bin schon 270 km durch die Gegend gefahren, einfach grandios! Na super und wir warten hier und machen uns Sorgen! Das ließ sich nur mit ichnusa wieder gut machen. 😉

Nach dem alles klar war ging es für uns Wartenden endlich los, die Ungeduld war ja mitlerweilen groß, eine erste Kennenlernrunde von Edi, Christian, Martin und mir wurde gestartet. Ohne jeglichen Plan wohin fuhren wir los, irgendwo werden wir schon landen.

Einfach unglaublich welch tolle Straßen die in die Landschaft zaubern. Das anschließende Grinsen war entsprechend breit! 🙂 Einzig die letzten KM waren nicht so easy, denn da ging es durch den Regen. Leider hatte ich meine Garmin am Fensterbank’l vergessen, daher keine Aufzeichnung der Tour. 😦

Tag 2 – So, 01.05.16

Schon am Vortag war mit Marcell, Thomas und Marko eine gemeinsame Tour vereinbart. Gefahren wurde über Lanusei-Villanova Strisaili-Urzulei auf die 125er Richtung Dorgali mit Abstecher nach Cala Gonone

und dann via Nuoro-Mamoiada zurück. Zur 125er brauch ich sicher nicht viel sagen, das ist ja schon legendär und der Rest war Spitze.

Link zur Tour 2 auf GPSies

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Einzige Ausnahme, meine Erinnerungen an „tollen Straßen“ in dieser Gegend waren zwar noch da, aber leider veraltet. Auf einer dieser „tollen Straßen“ (Villagrande Strisaili – SP56) mussten wir überhaupt umdrehen, da diese mehr dem Vieh als dem Verkehr zur Verfügung stand. Sie wurde schlichtweg aufgelassen (siehe Bilder).

Tag 3 – Mo, 02.05.16

Am Morgen Fester auf und – Prachtwetter! 🙂

Diesen Tag ohne MMT, dafür mit einigen saftigen Kurven verplant. Wie üblich, nach einem klasse Frühstück fuhren wir los in Richtung Lanusei-Gairo-Ussassei-Seui-Seulo-Gadoni- …. Gadoni, das haben wir leider an diesem Tag nicht gesehen und befahren, denn schon bei Seulo zogen dunkle Wolken auf, die sich immer bedrohlicher in unserer Fahrtrichtung entwickelten. Mitten auf dem Weg nach Gadoni dann die ersten Tropfen, die sich relativ rasch vermehrten. OK, das wird nix, umkehren und das Weite suchen. Bis Seui fuhren wir immer an der Regengrenze dahin, aber mit jeden Meter den wir wieder Richtung Meer machten wurde es schöner. So schön, dass es zu schade war, ins Hotel zurück zu fahren. Nachdem es doch schon fortgeschrittener Mittag war und auf unserer Fahrtroute eine Grillstation mit Würsten und Hühnchen stand, entschlossen wir kurzfristig hier unseren Hunger zu stillen.

Das Menü 😉 war beste Ware, jedoch viel zu viel. Pommes, Hähnchen und Co konnten garnicht alles verzehrt werden. Und der Preis, satte 3 Euro für eine halbe Henne mit megavielen klasse guten Pommes. Da kann man nicht meckern!

Jedoch kaum aufgegessen holte uns diese Regenfront beinahe ein. Also nix wie rauf in den Sattel und ab. So wie wir gekommen sind, so sind wir Großteil zurück. Einzige Ausnahme war der Abstecher über Ilbono. Denn diese klasse Strecke darf man einfach nicht auslassen. Im Hotel angekommen wie immer ein Tourabschlussbier. ichnusa natürlich. 🙂
PS: die GPS-Aufzeichnung lag im Hotelzimmer am Fensterbrett. 😦

 Tag 4 – Di, 03.05.16

Herrliches Wetter, genau richtig um sich dem Süden zu widmen. Heute war die Costa Rei am Programm, Strand und Kurven sollen nicht zu kurz kommen. Die Tour, bei der wieder die drei Musketiere Marcell, Marko und Thomas (kurz MMT) mit von der Partie waren führte uns erst mal von Cardedu aus über Tertenia auf der SS125 nach Porto Corallo, dann weiter Richtung Villaputzu bis zur Costa Rei,

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wo wir zu erst einen auf „faule Haut“ gemacht hatten, um uns dann an dem kristallklaren Wasser mit angenehmen 16° zu erfrischen. Im Anschluss daran ging es dann in ein Restaurant, wo wir unsere leeren Speicher auffüllten.

Nachdem wir uns von den Badestrapazen erholt hatten, war alles wieder auf „Action“ eingestellt. Zeit dass wir uns auf den Weg ins Kurvenparadies machten. Der Weg zurück verlief zu erst der Küste entlang,

um dann nach Dolianova in die Kurvenhatz einzutauchen. 🙂 Die Strecke Ballao-Escalaplano-Perdasdefogu-Jerzu ist ein Hammer, es war nix los und Straßen zum Juchzen. Das Lächeln in den Gesichtern wollte kein Ende nehmen. Einfach genial!

Link zur Tour 4 auf GPSies

Tag 5 – Mi, 04.05.16

Auch heute wieder, klasse Frühstück, blauer Himmel,  bestes Bikerwetter.

Herz was willst du mehr.

Die heutige Tour fuhren wir ohne die drei Jungs, diese brauchten eine Pause, um den Schwindel vom Kurvenfahren los zu werden. 😉

Wir aber wollten doch etwas mehr von der Droge „Kurven“. Schnell war eine Richtung fixiert und die Route grob festgelegt.
Die Tour führte über Jerzu nach Perdasdefogu, weiter nach Esterzili, an Sadali vorbei nach Seui-Gadoni-Aritzo-Tonara-Tiana-Ovodda am Lago di Gusana vorbei nach Fonni.

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Von hier aus bestiegen wir den Passo di Caravai. Am Fuße angekommen erwartete uns ein Hinweis, dass die angedachte Strecke nicht befahrbar, also gesperrt ist. Zur Untermauerung wurde ein riesen Stein quer über die Straße gelegt, so dass wir uns nicht getraut hatten, diesen zu umkurven und es trotzdem zu versuchen. Die Alternative, SS389var, war kein guter Ersatz. Erst als am Ende der SS389var es über ging in die SS389 war wieder das Lächeln in unseren Gesichtern zu erkennen. Der Rest zum Hotel wurde über Arzara-Lanusei-Ilbono in Angriff genommen, um dann vor Tortoli abzubiegen und via 125 nach Cardedu zu cruisen.

Eine echt traumhafte Tour. 🙂
Link zur Tour 5 auf GPSies

Am Abend gings nach Arbatax zur Hütte von MMT. Klasse Bude und ein toller Grill. Die Jungs haben sich mächtig ins Zeug gelegt und mit allem was das Herz begehrt aufgewartet. Die paar Fleisch- und Grillwurststücke, die wir noch schnell bei Supermarkt ergattert hatten, waren durch die Grillkünste von Marko20160430_164924 super zubereitet. Thomas, der Salatprofi, hat das Ganze perfekt abgerundet. Ein  schöner Abend, spaßig, witzig, einfach super!

Tag 6 – Do, 05.05.16

Sonne pur, Laune bestens, Freude groß. 🙂

Die Jungs hatten heute Pause, zu anstrengend ist das Kurvenwirrwarr. 😉 Also ganz Pause haben sie nicht gemacht, ihre Tour ging in eine andere Richtung und war halt nur kurz und knackig.

Wir aber wollten nochmals die 125 raufcruisen, den Petra Longa

besuchen und dann weiter nach Dorgali-Orosei-Galtelli-Oliena-Orgosolo-Mamoiada-Fonni und wieder über den Passo di Caravai zurück. Dieses mal aber ließen wir uns von dem Felsen nicht abschrecken und fuhren einfach daran vorbei (exSS389var) und folgten dieser bis nach Villanova Strisaili. Welch gute Entscheidung. Sieht man von den dort verweilenden Kühen ab, ist die verbliebene Straße nicht gut, aber auch nicht schlecht. Mann muss halt für 3-4 km etwas langsamer fahren, kommt dann allerdings wieder auf den offiziellen Teil der exSS389var. Und von da an geht es wieder richtig gut hin und her!

Link zur Tour 6 auf GPSies

Tag 7 – Fr, 06.05.16

Fast schon kitschig, blauer Himmel, warm, einfach perfekt! 🙂

Letzter langer Tag zum Biken. Da das Wetter für heute viel Sonne versprochen hatte und wir nochmals den herrlichen Strand der Costa Rei genießen wollten, zudem der Martin bei unserer Dienstagstour sich nicht mit uns über diese wunderbaren Straßen angeschlossen hatte, war klar, da müssen wir nochmals hin.
Wie üblich ging es um kurz vor 09:00 los. Schön gemütlich wurde der erste Teil angegangen, sollte es doch zum Ende hin etwas gemütlicher zur Sache gehen. Über die alt bekannte Strecke über Tertenia fuhren wir urgemütlich Richtung Costa Rei. Bei Muravera war es dann so weit, dass wir dringend eine Pause brauchten. Das war in der Stadt gar nicht einfach. Mehrfach kreisten wir rund um den Kern, bis wir uns dann ohne Erfolg zum Strand aufmachten. Muss halt dort etwas gefunden werden.

So war es dann auch, nur der Wind schien uns das Vergnügen zu trüben. Zum Glück fanden wir direkt am Strand ein Restaurant das geöffnet hatte. Dort konnten wir unsere Maschinen vorerst abstellen und uns mit entsprechenden Capo stärken. Anschließend ging es an den super Strand um dort die Sonnenstrahlen zu genießen.
Nach dem Sonnenbad noch eine kulinarische Stärkung im Restaurant bevor es wieder ins Kurvengeschlängel rein ging.

Link zur Tour 7 auf GPSies

Über San Vito- Villa Salto- Nicolo Gerrei-Ballao-Escalaplano-Esterzili- Sadali-Ussassei und Gairo zurück zum Hotel.

Einfach genial diese Straßen, unglaublich.

Den Abschluss gab es dann am Pool im Hotel.

Da wurden die letzten Sonnenstrahlen so richtig ausgekostet und das ichnusa genossen. 🙂

Tag 8 – Sa, 07.05.16

Tag der heimreise. Eigentlich war für heute noch eine Tour angemacht, nur das Wetter war erstmals nicht so zum Biken. Tief hängende Wolken, teilweise zwar wieder lichte Stellen, aber doch so, dass zuerst zuwarten angesagt war. Einzig unser Carl hielt vom Zuwarten wenig, er musste ja mit seinem Bike zur Fähre zurück. Somit war klar, er startet gleich nach dem Frühstück und schaut mal, wie er dem möglichen Regen bestmöglich aus dem Weg gehen kann.

Wir allerdings machten zwischenzeitlich alles abreisefertig, da das Wetter nicht einladend genug war, um noch einmal die PS spielen zu lassen. Das war nicht ganz so ideal, weil unsere Fähre ja erst um 20:30 startete.

Wir aber machten uns am frühen Nachmittag auf den Weg, denn mittlerweile hat es ordentlich zu Regnen begonnen. Vor allem die Route um Lanusei herum machte etwas Kopfweh, denn wenn ich/wir uns da mit unserem Gespann verfahren, dann wird es nicht lustig. Und beinahe wäre es uns auch passiert. Zum Glück haben wir es sehr rasch bemerkt, somit fanden wir gleich einen Wendepunkt. Der Rest war wie er war, langweilig und lang. Spannend war nur der Weg zum Fährhafen von Aranci, denn der war alles andere als solcher zu erkennen. Aber auch diese Hürde war genommen und so begann dann das Warten.

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Pünktlich legte die Fähre ab. Die mitgebrachten Bierchen wurden dann genüsslich getrunken und nachdem das Material dann zu Ende war ging es ab in die Koje.

Tag 9 – So, 08.05.16

Morgens dann das übliche Szenario. Aufstehen, raus aus der Kabine, ein kleines Frühstück verzehren und dann, warten. Warten bis man uns an das Gerät lässt. Als es dann so weit war, wurden wir von dem Luxus einer Rolltreppe überrascht. Auch nicht schlecht. Die Ausfahrt war problemlos, im Anschluss daran warteten wir noch auf unseren Carl. Etwas verspätet kam er aus dem Bauch des Schiffes und so konnten wir uns noch von diesen super Typen ordentlich verabschieden.

Fazit
Es war wie erwartet wieder eine Materialschlacht. Zu erst haben sich die Reifen vertschüsst und dann hat auch noch mein Stiefel

und die Rasten etwas abbekommen. Aber es war jeden Millimeter Gummi und Metal wert!

Schlusswort
Wieder einmal war diese Reise mit den Bikes ein einzigartiges Erlebnis. Ein Erlebnis mit ganz tollen Kollegen, kollegial, gut gelaunt, harmonisch und vor allem ist der Schmäh wieder so richtig gelaufen. Auch die relativ wenige Zeit mit Marcell, Marko und Thomas war eine tolle Bereicherung.
Jungs, es hat mir, und ich hoffe auch euch, wieder diesen Spaß gemacht. Ich hoffe wir können das wiederholen und sage auch auf diesen Weg nochmals ein

„herzliches vergelt’s Gott“.

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