Gardaseetour

Einrollen am Gardasee

Nachdem Sardinien jetzt bald mal vor der Tür steht und ich mir doch vorher ein paar Kilometer in die Venen ziehen wollte, wurde kurzerhand der Gardasee als geeignetes Ziel festgelegt. Eine kurze Umfrage unter meinen Kollegen ergab, dass Carl und Christian sich ebenfalls mit mir auf die Tour begeben wollten.

Der Wetterbericht war nicht schlecht, aber auch nicht unbedingt megamäßig. OK, das musste riskiert werden, ansonsten gehts womöglich ohne KM nach Sardinien. 😉

Christian und ich trafen uns um 14°° in Mutters, kurz vor dem Schönberg und Carl sollte um 16°° in Meran zu uns stoßen. Carl hatte ja eine nicht gerade kurze Anfahrt von Vogt (Bodensee) zu bewältigen. Freitags war ein wirklich toller Tag, Sonne, warm und wenig Verkehr. Herz was willst du mehr. Aber wie so oft, das Thema Zeit ist beim Biken meist relativ. Die wenigen KM werden oft unterschätzt. Kaffeepausen und Fototermine brauchen einfach ein wenig Zeit. 🙂

Anfahrt nach Meran logischerweise über den Jaufenpass, der sich immer noch recht winterlich präsentierte.

Etwas verspätet dann der Zusammenschluss mit Carl. Unsere erste Begegnung, es war eine herzliche und gleich mit viel Sympathie. Ohne langes hin und her ging es weiter in Richtung Gardasee, waren doch noch einige Kilometer zu fahren. Am Gardasee angekommen wählten wir aus Zeitgründen dann doch die Gardesana, was sich auf Grund des Verkehrs als etwas unglücklich erwies. Um ca. 21°° waren wir dann vor Ort. Der Hunger trieb uns schnurstracks zum Italiener wo wir diese Tour und unser erstes gemeinsames Essen bei Bier und Wein genossen.

Am Samstag sollte es dann eine schöne Runde mit viel Kurven und schönen Ausblicken werden Dazu hatte ich die Tour

karte

vom Louis als Vorlage herangezogen.

Von Manerba del Garda aus ging es los, jedoch nach kurzer Fahrt verloren wir uns im Gewühl von italienischen Autofahrern. 😦 Aber wozu gibt es Handys? Klar, zum Telefonieren, allerdings funktionieren sollte es! 😉 Kurz und gut, nach vielen Versuchen gelang es, uns zu connecten und den Zusammenschluss in Garda zu fixieren. Hier wurde dann auch ein erster Capo-Stop eingelegt und das traumhafte Wetter unter einem skurrilen Baum (Ahorn) mit einem Foto festgehalten.

Anschließend ging es weiter in Richtung Monte Baldo. Eine schöne Straße führte hinauf bis, ja bis wir nicht mehr weiter konnten. Eine Schneelawine hatte sich über die Straße gelegt und versperrte uns jegliche Weiterfahrt. 😦 Was tun? Kurz unsere elektronischen Assistenten befragt und nicht wirklich ein aussagekräftiges Ergebnis erzielen können. Alle Versuche, doch noch die Tour in geplanter Manier weiterfahren zu können, wurde nach einer Ehrenrunde aufgegeben. Notfallplan eins trat in Kraft, da wir durch das unnötige im Kreisfahren viel Zeit eingebüßt hatten. Heißt soviel wie „abkürzen“ und einen Teil der Tour zu spritzen.

Das Ersatzprogramm führte uns dann nach Peri und Ala und weiter auf die SS 46 bis kurz vor Vallarsa, wo wir uns von der tollen, kurvenreichen Strecke bei einem weiteren Capo erholten. 🙂 Vom Wirten gab es noch reichlich Tipps zur weiteren Routenwahl, der wir gerne folgten, war er doch ein Bikerwirt, der genau die schönen Straßen und Gegenden kannte. Einziger Wermutstropfen war, dass sich mittlerweile das Wetter etwas zum Negativen veränderte und auch schon erste Regentropfen, wenn auch nur wenige, bemerkbar machten. 🙂

Es kam dann so wie es kommen musste, die schönen Straßen machen bei Regen weniger Spaß und somit wurde das letzte Drittel ein durch Regen und Sonne recht durchwachsenes Erlebnis. Gegen Ende hin war nur mehr der schnellste Weg das erklärte Ziel der Tour. Gegen 19°° waren wir dann zurück. Frisch geduscht aber ausgehungert ging es zum Essen, das wir wieder in vollen Zügen genossen. 🙂

Die Nacht zeigte schon welch Wetter wir für die Heimfahrt zu erwarten hätten, nämlich Regen! 😦 Zwar war es am Gardasee selbst noch recht trocken, doch dies sollte sich je weiter wir in Richtung Trient kamen, ordentlich ändern. Es fing an so richtig schön zu sauen. Aber was nützt alles Jammern, daran konnte man nichts ändern, da mussten wir durch. Und so war es dann auch. 😉

So mittendrin war es dann wieder soweit, die Wege von Carl und uns zwei Christians trennten sich. Carl machte sich wieder über Meran auf den Weg in seine Heimat und wir kurvten via Bozen Richtung Innsbruck bzw. Achensee.

Fazit der Tour
Es war wieder ein tolles Wochenende, mit tollen Kollegen und schönen Touren. Sehr erfreut mich die Tatsache, dass Carl, unser „neuer“ Begleiter in Sardinien ein klasse Typ ist und ich nun weiß, der passt hervorragend zu uns! 🙂 Jetzt ist die Freude auf Sardinien und die Freude mit diesen Kumpels dort zu biken kaum noch zu überbieten. 🙂

Und für die Erinnerung daran noch ein kurzes Video davon.

2 Gedanken zu “Gardaseetour

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