2008 – Sardinien die Zweite

So nun ist es soweit, ich werde mal in knappen Worten versuchen, das Erlebte niederzuschreiben.

Los ging es für einen Teil der Gruppe schon am 30.04.08, denn sie wollten mit den Motorrädern nach Sardinien, wärend wir Christian R. und ich am nächsten Tag, 1. Mai und Feiertag, mit Auto und Anhänger nach Sardinien anreisen wollten.
Wollten, das trifft es ganz genau. Beim Wollen ist es geblieben, denn ab dem Gardasee hat mein Auto den Geist aufgegeben. Die Halbwelle ging flöten. Was dann um 14:20 folgte erspare ich euch, denn da würde der eigentliche Bericht nie enden!

Kurz notiert, mit viel Geld und Nerven haben wir es geschafft. Da muss ich gleich mal die ganze Truppe loben, allen voran meinen Schwiegervater, der uns mit dem ganzen Krempl (Hänger, pers. Utensilien etc.), als Feuerwehr nach Livorno gekarrt hat.

01.05.08 – 23:30
Endlich auf der Fähre. Sue mit einem „leicht“ angeschlagenen Bein, das ordentlich schmerzte (Umfaller im Stehen). Aber alle guter Dinge und der Wetterbericht verhieß nur Gutes! Nach ein, zwei Schlummerbierchen gings in die Schlafhütte.

02.05.2008
Nach kurzen spärlichen Frühstück, das Richtige stand ja noch bevor, ging es runter vom Kahn. Christian und ich als Erste, denn wir mussten noch ins Buchungsbüro, um unsere Rückfahrt zu fixieren. Der Rest sollte folgen.
Nachdem sich das Zurückkommen aufs Festland etwas schwieriger gestaltete, dauerte es doch einige Zeit. Viel mehr Sorgen bereitete uns aber die Tatsache, dass der Rest der Gruppe trotz fortgeschrittener Zeit immer noch nicht erschienen waren.
Es kam wie es kommen musste, der Pechteufel schlug ein weiteres mal zu! Sue kippte ein weiteres mal mit ihrer Maschine um und wieder auf das eh schon lädierte Bein! Die Folge –> mit der Rettung Richtung Krankenhaus nach Olbia. Na super, keinen Meter gefahren und schon Verletzte. Ich halte mich kurz, es war zum Glück „nur“ eine schwere Prellung, aber mit dem Moped wars passe. Das heisst, Moped ab nach old Austria und rauf als Sozia bei ihrem Mann.

Irgendwann zur Mittagszeit sind wir dann Richtung Arbatax zum Hotel aufgebrochen. Nicht ohne in Cala Ganone ordentlich zu speisen.

03.05.2008
Heute war das Einrollen angesagt. Als Ziel bzw Wendepunkt war Fonni auserkohren. Ja was soll ich sagen? Sardinien ist einfach ein Muss! Die Straßen perfekt, die Leute liebenswert und das Wetter und die Temperaturen

Die Tour zur Ansicht auf GPSies —> Tour 1

Das Video dazu auf YouTube —> Auf den Weg nach Desulo und Fonni (anklicken)

04.05.2008
So nachdem der erste Ausritt schon ein wenig vertrauen in Belag und Verkehr vermittelte, wurde an diesem Tag die Costa Rei in Angriff genommen. Recht gemütlich der Küste endlang um dann im Inneren mit etwas mehr Schwung wieder zurück zu fahren.
Einfach ein Traum. Rauf, runter, hin und her immer mehr fasziniert von Gegend, Eindrücken und dem erlebten Motorradfahren! Kaum zu beschreiben, das muss man selbst erleben.

Die Tour zur Ansicht auf GPSies —> Tour 2

Das Video dazu auf YouTube —> Abstecher nach Burcai (anklicken)

05.05.2008
Jetzt waren die Reichen an der Reihe. Costa Smeralda hieß das Zauberwort. Da wir es uns aber nicht zu einfach machen wollten, fuhren wir etwas mehr ins Innere der Insel, um dann wieder auf der tollen SS125 bis Olbia zu cruisen.
Dort wurde nochmals eine Korrektur der Passage von C+C vorgenommen um dann bei recht ordentlich warmen Wetter weiter bis Porto Cervo und im Weiteren bis Capo Testa zu fahren. Super schöne Gegend, toll zu fahren. Nur hier merkt man einfach mehr den Tourismus. Zurück ging es dann über eine leicht geänderte Route. Es ist einfach egal wo man in Sardinien fährt, es ist für jeden etwas dabei!!

Die Tour zur Ansicht auf GPSies —> Tour 3

Das Video dazu auf YouTube —> Auf der SS125 nach Bunei (anklicken)

06.05.2008
So, heute war es dreien zuviel um aufs Moped zu steigen, somit war es Martin, Christian R. und mir vorbehalten, die inneren Schönheiten zu erkunden. Orgosolo war unser erklärtes Ziel, und das wollten wir möglichst „kompliziert“ anfahren.
Vorweg, Orgosolo haben wir nicht gesehen, eine kleine Regenfront war dagegen, jedoch die Flucht in weniger feuchte Gebiete war ein Volltreffer. Die Umkehr beschehrte uns einen waren Kurvenrausch, mit maximaler Performance. Nicht wirklich richtig zu beschreiben, da muss man dabei gewesen sein!

Die Tour zur Ansicht auf GPSies —> Tour 4

07.05.2008
Sonne soweit das Auge reicht. genau der richtige Tag um Orgosolo die Zweite zu starten. Zudem vollständig, das rasten von Isabella, Sue und HP haben die Lust auf Asphalt wieder aufkeimen lassen.
Damit es sich auch auszahlt, wurden wieder alle möglichen und wie sich später rausstellte auch unmöglichen Straßen ins Auge gefasst. Ganz gemütlich, aber doch recht zügig gings nach Orgosolo. Sehr interessante Stadt, die doch einiges zu erzählen hat (Murales –> Wandmalereien).
Weil wir eh schon in der Gegend waren, nahmen wir auch noch den „Monte Ortobene„, den Hausberg der Nuoro – Einwohner. Ein toller Ausblick belohnte unsere Fahrt.
Von hier aus ging es dann wieder zurück. Na das war dann aber nicht so einfach. Wir hatten zwar einen Navigator mit (Martin), der bewaffnet mit der letzten TomTom Software uns aus dem nicht nachvollziehbarem Schilderwald von Nuoro bringen sollte, aber wir hatten schnell heraussen, dass der Instinkt noch immer die bessere Wahl ist. Ich kann davon ein Lied singen, ich habe seinen Worten – „ja fahr nur, der TomTom sagt, da gehts lang“ – blind vertraut.

Das Video dazu auf YouTube —> So sah das dann aus! (anklicken)

Ergebnis war eine ca. 8km lange Schotterpiste, die bestens bestückt mit Schlaglöchern ins heiss ersehnte Mamoiada führte. Nicht ganz ohne Gegenverkehr, denn es stellte sich heraus, dass wir auf einer Motorcrossstrecke gelandet waren. Am meisten Leid hat mir die Sue als Sozia getan. Sie war unserem Treiben vollkommen hilflos ausgesetzt!!

Aber wie heisst es so schön, Ende gut – alles gut!

Nach kurzem Telefonat haben wir uns mit dem Rest der Gruppe auf einer Tankstelle bei Fonni wieder vereint und die Fahrt ins Hotel gemeinsam absolviert.

Die Tour zur Ansicht auf GPSies —> Tour 5

Das Video dazu auf YouTube —> Orgosolo die Zweite (anklicken)

08.05.2008
Nun war es so weit, CR und ich mussten uns auf die „leider“ Heimreise machen. Mitlerweilen war mein Auto repariert und ich konnte es am Freitag wieder in Peschiera holen. Wir wählten eine interessante Tour quer durch das Innere. Super zum fahren, aber wo war das nicht!

Die Tour zur Ansicht auf GPSies —> Tour 6

Das Video dazu auf YouTube —> Von Tortoli nach Olbia (anklicken)

Den Nachmittag verbrachten wir am Strand von Aranci, um gegen Abend dann als Erste an Bord der Moby zu gehen.

Die auf Sardinien verbliebenen I+HP+S+M cruisten quer durch die Botanik zu den Messerfreaks in Podada und ließen es sich ebenfalls gut gehen.

09.05.2008
Nix besonderes, nur soviel, wir CR und ich haben versucht, möglichst viel Asphalt zwischen uns und dem Ziel – Gardasee zu bringen. Es war ein Kompromiss zwischen schöner Tour und doch schnellen Vorankommen. Es ist uns gut gelungen. Der Lohn war, dass wir fast auf die Minute genau zum ausgemachten Termin in der Werkstatt aufkreuzten. Den Rest erspar ich euch, denn das hat nicht wirklich mit Sardinien zu tun.

Die Tour zur Ansicht auf GPSies —> Tour 7 (Livorno-Gardasee)

Fazit:
Trotz der unvorhergesehenen Probleme ein einzigartiger Motorradurlaub, mit einer Truppe, der ich nur DANKE sagen kann!! Mädls und Jungs, ihr wart SPITZE!!!

 

Datum: Mai 2008

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